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Linkspartei teilt Anliegen des
Volksbegehrens nicht
Der Landesvorstand der Linkspartei.PDS
hat sich auf seiner Tagung auch mit dem vom Landeselternrat
initiierten Volksbegehren zum Schulgesetz befasst. Im Ergebnis
der Debatte stellt der Landesvorsitzende der Linkspartei,
Peter Ritter, fest:
"Die Durchführung eines
Volksbegehrens ist ein verfassungsmäßig untersetztes Recht
von Bürgerinnen und Bürgern, um in wichtigen Fragen selbst
gestaltend eingreifen zu können. Bildung ist eine solch
wichtige Frage. Die Linkspartei hat daher der Entwicklung
einer modernen und gerechten Bildungspolitik stets große
Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Überwindung des
Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 1990 übergestülpten
Bildungssystems einschließlich der frühzeitigen
Differenzierung und Trennung in verschiedene Bildungsgänge
war dabei wichtiger Bestandteil.
Mit dem nun ermöglichten längeren
gemeinsamen Lernen, zunächst bis zur Klasse 6, sehen wir die
Bildungspolitik auf dem richtigen Weg. Deshalb kann und wird
es von der Linkspartei keine Unterstützung des Volksbegehrens
geben, denn genau dieser Fortschritt - hin zum längeren
gemeinsamen Lernen - soll nun wieder ausgehebelt werden.
Der Landesvorstand der Linkspartei
empfiehlt den Kreisvorständen der Linkspartei darüber
hinaus, Kontakt zu den Kreiselternräten aufzunehmen, um deren
Position zum Volksbegehren zu erfahren und gemeinsam über den
aktuellen Stand der Schulpolitik vor Ort zu diskutieren.
Dass die NPD "deutsche Eltern"
aufruft, das Volksbegehren zu unterstützen, ist einmal mehr
Beleg für ihre Politikunfähigkeit. Wer, wie die NPD, den
demokratischen Rechtsstaat in seiner Programmatik ablehnt
macht sich unglaubwürdig, wenn er gleichzeitig zur Nutzung
demokratischer Mittel aufruft."
Schwerin, 8. Februar 06
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