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Keine Abschiebungen in unsichere Zukunft
Die heute auf Antrag der Koalitionsfraktionen durchgeführte
öffentliche Anhörung des Innenausschusses zur Lage der
Flüchtlinge aus Togo hat deutlich gemacht, dass Abschiebungen
von Flüchtlingen nach Togo unverantwortlich sind.
„Die politische Situation in Togo erlaubt keine Rückkehr
von Togoern in ihr Heimatland, da gewalttätige Repressionen
nicht ausgeschlossen werden können. Diese einhellige
Auffassung der Vertreter von Flüchtlingsorganisationen,
Kirchen und Betroffenen muss ein ernst zu nehmendes Signal
sein. Die vielfach in der Anhörung erhobene Forderung, die für
das Land bestehenden Möglichkeiten - Abschiebungen für 6
Monate auszusetzen - wird aus Sicht der
Linkspartei.PDS-Fraktion daher auch mit Nachdruck
unterstützt“, so der innenpolitische Sprecher der
Linkspartei.PDS-Fraktion, Peter Ritter.
Vereinbart wurde, diesbezügliche Schritte auf einer
weiteren Sitzung des Innenausschusses zu beraten. Der
eigentliche Schlüssel für die Problemlösung liegt aber auf der
Bundesebene.
„Solange die Lageberichte des Bundesaußenministeriums
eben nicht die wahre Lage vor Ort widerspiegeln, kann
Landespolitik nur bedingt die Interessen der Flüchtlinge
schützen. Unverständlich daher, dass das
Bundesaußenministerium und der Petitionsausschuss des
Bundestages unserer Einladung nicht gefolgt sind. Die Berichte
der Anzuhörenden hätten sicher nicht geschadet. Im Interesse
der Flüchtlinge aus Togo erwarte ich daher, dass sich die
Bundespolitik umgehend dieser Thematik zuwendet“, so Ritter
abschließend.
Schwerin, 29.03.2006 |