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Ritter: Nicht
nur Kürzung, sondern Hartz IV in Gänze ist sozial ungerecht
„Nicht nur
die Kürzung des Arbeitslosengeldes II ist sozial ungerecht,
sondern Hartz IV in Gänze ist sozial ungerecht“, erklärte der
Landesvorsitzende Peter Ritter zur gegenwärtigen Diskussion um
weitere Kürzungen beim Arbeitslosengeld II:
„Hartz IV
ist gescheitert. Die Arbeitslosigkeit wurde mit diesem so
genannten Instrument nicht wirksam bekämpft. Dafür aber die
Arbeitslosen. Und nun wird über weitere Kürzungsmöglichkeiten
nachgedacht. Von Leuten, die mit ziemlicher Sicherheit nicht
in den „Genuss“ ihrer eigenen Vorschläge kommen werden.
Dahinter
steckt nichts anderes als die Unterstellung, Arbeitslose seien
Faulpelze und Drückeberger. Und wenn der Ministerpräsident
plötzlich feststellt, dass es nicht an der Motivation der
Arbeitslosen, sondern an Beschäftigungsmöglichkeiten mangelt,
dann gibt auch er zu, dass Hartz IV kolossal gescheitert ist.“
Ritter
erinnerte daran, dass die Bundesregierung erst auf Druck von
Verbänden und Linkspartei dazu bereit war, in den neuen
Bundesländern die Angleichung des Arbeitslosengeldes II auf
Westniveau vorzunehmen.
„Die
Linkspartei bleibt bei ihrer Forderung nach einer bundesweiten
Einführung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors.
Solange nicht genügend Arbeitsplätze auf dem ersten
Arbeitsmarkt vorhanden sind, ist dies eine Alternative, damit
Menschen von existenzsichernder Arbeit leben können. Darüber
hinaus treten wir für die Einführung eines gesetzlichen
Mindestlohnes ein“, so Ritter.
Schwerin, 11.09.2006
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