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SPD/CDU drehen Zeit zurück und schieben Umweltpolitik
aufs Abstellgleis
Nach Ansicht des Landesvorsitzenden der Linkspartei.PDS
Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter, sind die Ergebnisse aus
den heutigen Koalitionsgesprächen zwischen CDU und SPD Beleg
dafür, dass die zukünftigen Großkoalitionäre in Sachen Umwelt
die Zeit zurückdrehen und in der Landwirtschaft falsche
Weichen stellen wollen.
"Die Umweltpolitik Mecklenburg-Vorpommerns verliert an
Bedeutung und soll offensichtlich aufs Abstellgleis geschoben
werden", erklärte Ritter am Montag.
In der Landwirtschaft sei zu befürchten, dass riesigen
Massentierhaltungen von bis zu 100 000 Schweinen - wie etwa in
Alt-Tellin geplant - Tür und Tor geöffnet wird.
"Mit nachhaltigem Wirtschaften und artgerechter Haltung hat
das nichts mehr zu tun", so Ritter.
Darüber hinaus werde der ökologische Landbau nicht die nötige
Aufmerksamkeit und Förderung erhalten. "Dies ist angesichts
der zunehmenden Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges fatal",
sagte Ritter.
"Die augenscheinlich geplante Abschaffung des
Moorschutz-Programms hilft weder den Bauern bei der
Umgestaltung von landwirtschaftlich nicht sinnvoll nutzbaren
Flächen noch dem Klimaschutz", sagte Ritter. Außerdem fehle
ein deutliches Bekenntnis, den bislang erfolgreichen Weg zur
Nutzung regenerativer Energien weiterzugehen. "Dabei ist
längst erwiesen, dass Umwelt- und Naturschutz Arbeitsplätze in
Größenordnungen schaffen."
Als Riesenrückschritt im Umweltrecht bezeichnete Ritter die
angestrebte Streichung der Verbandsklage aus dem
Landesnaturschutzgesetz. "Die Verbandsklage hat nicht eine
einzige Investition in unserem Land verhindert, im Gegenteil,
es entstand mehr Rechtssicherheit für alle Beteiligten",
betonte er.
Schwerin, 9. 10. 2006
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