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Der Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS
M-V, Peter Ritter, erklärt:
Das Bunte hätte stärker sein können!
„Gehen Sie da mal lieber nicht hin, da
gibt´s Randale“ - so die Antwort eines Polizeibeamten auf die
Nachfrage einer Frau, die an „Rostock bleibt bunt“ teilnehmen
und den kürzesten Weg durch die Absperrungen erfragen wollte.
Wie dieser Teilnehmerin erging es offenbar noch vielen
anderen.
„Diese am 1.Mai in Rostock erprobte
Strategie war keine Einladung, Demokratie zu erleben und zu
gestalten.“, so der Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS,
Peter Ritter. „Nicht nur, dass es schwierig war, den
Veranstaltungsort am Morgen zu erreichen, genauso
problematisch waren auch Versuche, am Nachmittag nach Hause zu
gelangen. Kopfschüttelnd gingen vor allem ältere Demo-Besucher
von einer Absperrung zur anderen. Fragen wurden nicht
beantwortet, junge Menschen wurden ohne Anlass untersucht.
Videoaufnahmen ohne Ende - auch die Teilnahme von
Ministerpräsident Ringstorff und vielen seiner Minister wurde
aufmerksam gefilmt. All das motiviert nicht, sich offensiv und
aktiv rechtsextremen Umtrieben entgegen zu stellen.“, so Peter
Ritter weiter.
Den Initiatoren und Organisatoren der
vielfältigen Aktionen gegen den Aufmarsch der
Rechtsextremisten gebührt Dank und Anerkennung, das immer
wieder geforderte bürgerschaftliche Engagement wurde versucht
mit Leben zu erfüllen. „Um den üblichen Missverständnissen
vorzubeugen: Diese Kritik ist keine Kritik an den sich im
Einsatz befindlichen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten,
sondern an der gewählten Strategie. Sollte diese Strategie -
mit Hinblick auf künftige Ereignisse - unter der Überschrift
´Wie riegele ich eine Stadt ab´ gestanden haben, wurde dafür
der ungünstigste Termin gewählt! Das Bunte hätte in Rostock
stärker sein können.“, so Peter Ritter abschließend.
Schwerin, 02. Mai 2006 |
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