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Finanzierung von
Sicherheitsaufgaben muss neu geregelt werden
Nach Ansicht des innenpolitischen
Sprechers der Fraktion der Linkspartei, Peter Ritter, ist eine
Debatte über die Regelung der Finanzierung bei
Sicherheitsaufgaben dringend notwendig. „Es kann nicht sein,
dass die Bundesländer finanziell Einschränkungen hinnehmen
müssen, wenn der Bund Sicherheitskosten verursacht“, erklärte
er am Donnerstag. Die Absicherung von Castor-Transporten,
Staatsbesuchen wie die Bush-Visite im Wahlkreis der Kanzlerin
oder des G-8-Gipfels, von Demonstrationen oder sportlichen
Großereignissen dürfe nicht dazu führen, dass die Länder auf
Millionen-Kosten sitzen bleiben.
„Seit längerer Zeit fordert auch
Berlins Innensenator Körting ein stärkeres Engagement des
Bundes, ein einheitliches Auftreten der Länder gegenüber dem
Bund wäre hier also angebracht“, sagte Ritter. Die SPD
Mecklenburg-Vorpommerns sollte dieses Engagement aufgreifen.
„Das wäre allemal besser, als die jeweiligen
Koalitionspartner lange im Unklaren zu lassen und dann vor
vollendete Tatsachen zu stellen“, betonte er.
In diesen Debatten müssten nach
Ansicht Ritters auch die Anforderungen an die
Sicherheitspolitik beraten werden. „Es muss hinterfragt
werden, warum die bisherigen Strategien gegen den
internationalen Terrorismus fehlgeschlagen sind“, sagte
er. Die Warnungen der Linkspartei, dass Gewalt nicht
wirkungsvoll mit Gewalt bekämpft werden kann, hätten sich
längst bestätigt.
Bei der Kostendebatte im
Zusammenhang mit dem G-8-Gipfel in Heiligendamm dürften
Ursache und Wirkung nicht verwechselt werden. „Wenn Politiker
verschiedener Parteien, auch im
Schwerin er
Landtag, jetzt die Globalisierungskritiker für die hohen
Kosten verantwortlich machen wollen, geht das an den
Realitäten vorbei“, so Ritter. Denn gäbe es keinen Gipfel,
dann gäbe es keine Proteste und eben auch keinen
Sicherheitszaun. Unabhängig davon sei ein Umdenken in der
Politik der „Großen 8“ zwingend erforderlich. „Diese Politik
hat nicht zur Verbesserung der Lebenssituation vieler
Millionen Menschen auf der Welt geführt, friedlicher Protest
gegen diese falsche Politik ist daher weiter notwendig“,
betonte Ritter.
16.11. 2006
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