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Versprochen-Gebrochen
Auf seiner Sitzung am 04.11.06 in Teterow beschäftigte sich
der Landesvorstand der Linkspartei.PDS Mecklenburg-Vorpommern
mit den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen von SPD und
CDU.
"Wenn dieser Koalitionsvertrag die Zustimmung der
Parteitagsdelegierten beider Parteien findet, sollte sie als
Überschrift wählen: "Versprochen - Gebrochen!"
Wichtige, im Wahlkampf beider Parteien propagierten Vorhaben
künftiger Landespolitik, finden sich im Koalitionsvertrag
nicht einmal ansatzweise wieder.", so der Landesvorsitzende
der Linkspartei, Peter Ritter.
Zukunftsweisende Reformansätze in der Bildungspolitik,
Alternativen in der Arbeitsmarktpolitik, nachhaltige Projekte
in der Umweltpolitik blieben im Ergebnis der Verhandlungen auf
der Strecke. "Die neuen Koalitionäre geben damit zu verstehen,
dass sie über ihre eigenen Wahlverluste und die Gründe für die
Wahlverweigerung der Wählerinnen und Wähler nicht nachgedacht
haben.
Die Krönung dieses Pinoccio-Prinzips ist die Struktur der
neuen Regierung. Die Junge Union wollte 4 Häuser, CDU wollte 6
, die SPD 7 - herausgekommen sind acht. Die Rechenkünste der
Großkoalitionäre sind von der gleichen Fragwürdigkeit geprägt,
wie die Festlegungen von CDU und SPD zur
Mehrwertsteuererhöhung auf Bundesebene.
Die Zerschlagung des Umweltministeriums ist ein katastrophale
Fehlentscheidung, die keine integrierte Umweltpolitik erwarten
läßt, sondern einen schlimmen Rückfall im Umweltbereich
darstellt.", so Ritter weiter.
Auch die unsolidarische Gesundheitsreform oder die Rente mit
67, beides Dinge, die gravierende Auswirkungen auf das Leben
der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern haben, blieben bislang
von Rot/Schwarz unkommentiert.
"Somit ist zu befürchten, dass die neue Koalition alles vom
Bund über das Land hereinbrechende, ungeachtet der Folgen für
die Bürgerinnen und Bürger des Landes, ohne Widerstand
hinnimmt.", so Ritter.
Die Linkspartei.PDS wird dieser Politik machbare Alternativen
entgegensetzen. Das von der Landtagsfraktion der Linkspartei
angekündigte 100-Tage-Programm wird daher vom Landesvorstand
in seiner Erarbeitung begleitet und unterstützt.
Auf Grundlage der von den Bundesvorständen der Linkspartei und
der WASG beschlossenen Gründungsdokumenten wird der Prozess
der Parteibildung ein Schwerpunkt der Arbeit in den nächsten
Wochen sein. Einer Regionalkonferenz am 11.11.06, die
gemeinsam mit den Landesverbänden von Linkspartei und WASG
Hamburg und Schleswig- Holstein in Lübeck durchgeführt wird,
folgen Ende November in Rostock, Neubrandenburg und Schwerin
drei weitere Programmkonferenzen.
Nach dem Bundesparteitag im Juni 2007 erfolgt ebenso im Juni
2007 die Konstituierung des neuen Landesverbandes mit der Wahl
des Vorstandes. Im Frühherbst soll dieser Prozess dann auf
Kreisebene seinen Abschluss finden.
"Der Vorstand beauftragte darüber hinaus seine
Strategie-Arbeitsgruppe für den Landesparteitag im März 2007
Leitlinien zur Entwicklung der Partei bis zum Jahr 2011 zu
erarbeiten. Ausgehend von einer umfassende Wahlanalyse sollen
Grundlagen geschaffen werden, die bei den Wahlen 2009 und 2011
zu einer stärkeren Vertretung der Linkspartei in den
Parlamenten und kommunalen Vertretungen führen soll. Unser
Credo dabei bleibt: Gemeinsam für mehr Gerechtigkeit!", so
Ritter abschließend.
Teterow, 04.11.2006 |
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