|
Erklärung
der LAG Frieden und internationale Sicherheit zum 50.
Jahrestag der Gründung der NVA
Der 1.
März 2006 ist der 50. Jahrestag der Gründung der Nationalen
Volksarmee, der Armee der Deutschen Demokratischen Republik.
Sie war
die Armee eines souveränen, weltweit anerkannten Staates, der
Mitglied der UNO und einer der Vertragsstaaten des Warschauer
Vertrages war.
Die NVA
wurde nach der Schaffung der Bundeswehr gegründet.
So, wie
die Bundeswehr in ihrer Rückschau auf die 50 Jahre ihres
Bestehens für sich in Anspruch nimmt, in der Zeit der
Blockkonfrontation das militärstrategische Gleichgewicht und
damit den Frieden mit gesichert zu haben, gilt dieser Anspruch
in gleichem Maße für die NVA und das Wirken ihrer Soldaten.
Die LAG
Frieden und internationale Sicherheit hat durch ihre intensive
Beschäftigung mit der Geschichte der DDR und ihrer Armee eine
differenzierte, realistische und kritische Sicht auf die Zeit
des ungezügelten Wettrüstens der beiden Militärblöcke und
deren Auswirkungen auf den Zustand und die Entwicklung in den
Ländern des Warschauer Vertrages, auch der DDR, gewonnen.
Das
ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die NVA niemals
einen Krieg geführt hat, dass sie sich immer dem Frieden
verpflichtet fühlte und ihre Soldaten in diesem Sinne
ausbildete.
Im Jahr
der „Wende“ unterstützte die NVA aktiv den Prozess einer
grundlegenden Reform und Veränderung der DDR und akzeptierte
schließlich auch den mehrheitlichen Willen des Volkes nach
Vereinigung mit der BRD – und damit auch ihre eigene
Auflösung.
Dies
alles ist unseres Erachtens „aller Ehren wert“.
B.
Blumenthal
amtierender Sprecher der LAG |