PETER RITTER    

Erklärung der LAG Frieden und internationale Sicherheit zum 50. Jahrestag der Gründung der NVA 

 

Der 1. März 2006 ist der 50. Jahrestag der Gründung der Nationalen Volksarmee, der Armee der Deutschen Demokratischen Republik.

Sie war die Armee eines souveränen, weltweit anerkannten Staates, der Mitglied der UNO und einer der Vertragsstaaten des Warschauer Vertrages war.

Die NVA wurde nach der Schaffung der Bundeswehr gegründet.

So, wie die Bundeswehr in ihrer Rückschau auf die 50 Jahre ihres Bestehens für sich in Anspruch nimmt, in der Zeit der Blockkonfrontation das militärstrategische Gleichgewicht und damit den Frieden mit gesichert zu haben, gilt dieser Anspruch in gleichem Maße für die NVA und das Wirken ihrer Soldaten. 

Die LAG Frieden und internationale Sicherheit hat durch ihre intensive Beschäftigung mit der Geschichte der DDR und ihrer Armee eine differenzierte, realistische und kritische Sicht auf die Zeit des ungezügelten Wettrüstens der beiden Militärblöcke und deren Auswirkungen auf den Zustand und die Entwicklung in den Ländern des Warschauer Vertrages, auch der DDR, gewonnen.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die NVA niemals einen Krieg geführt hat, dass sie sich immer dem Frieden verpflichtet fühlte und ihre Soldaten in diesem Sinne ausbildete.

Im Jahr der „Wende“ unterstützte die NVA aktiv den Prozess einer grundlegenden Reform und Veränderung der DDR und akzeptierte schließlich auch den mehrheitlichen Willen des Volkes nach Vereinigung mit der BRD – und damit auch ihre eigene Auflösung. 

Dies alles ist unseres Erachtens „aller Ehren wert“. 

 

B. Blumenthal

amtierender Sprecher der LAG

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