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Beitrag
auf der Kreismitgliederversammlung der Linkspartei.PDS Demmin
am 19.02.2006
Die
Arbeit im Landtag ist auch immer Interessenvertretung für den
Landkreis Demmin und seine Einwohnerinnen und Einwohner -
vieles geschieht ohne großes Aufsehen, manches gerät schnell
in Vergessenheit ...
Hier eine
kleine, noch unvollständige Bilanz:
Einer
der größten „Brocken“ war und ist die Bewältigung der
Schließung des Bundeswehrstandortes in Stavenhagen. Das
Stichwort Konversion wurde von mir in Schwerin immer wieder
thematisiert – durch Anträge und Anfragen im Landtag, bei den
Koalitionsverhandlungen mit der SPD 2002, durch Briefe und
‚Anfragen an die Bundesverteidigungsminister oder eine
thematische Klausur der Landtagsfraktion.
Mit
Erfolg: Fördermittel für das Waldbad, den Stadtumbau oder den
Konversionsmanager der Stadt flossen nach Stavenhagen. Eine
bundesweit einmalige Konversionspartnerschaft zwischen dem
Land und den Konversionsstandorten wurde jüngst
unterzeichnet.
Unverzichtbar in den vielen Jahren für mich: meine Tätigkeit
als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreistag
Demmin. So halte ich die direkte Verbindung zwischen den
Beschlüssen des Landtages und den Auswirkungen vor Ort. 1998
und 1999 galt es, das „Jugend- und
Schulsozialarbeiterprogramm“ des Landes gegen viele kreisliche
Widerstände durchzusetzen. Heute leisten mit finanzieller
Unterstützung des Landes viele Jugendsozialarbeiter eine
kontinuierliche und qualitativ hochwertige Arbeit.
Dass das
Regionale Jugendbüro in Ivenack seine wichtige Arbeit
fortsetzen konnte, ist auch Resultat meines Engagements. Die
Förderung des Landes für die „Civitas-Projekte“ im Kampf gegen
den Rechtsextremismus – ermöglicht jetzt auch ein
Modellprojekt „Für Demokratie und Toleranz“ im Bereich des
Amtes Stavenhagen. Zum neuen Kindertagesstättenfördergesetz
gab es auch im Kreis Demmin viiele Nachfragen und Bedenken.
Der Besuch der Sozialministerin
Dr.
Marianne Linke in einer Kita, gemeinsam mit der
Bürgermeisterin der Stadt Altentreptow, konnte vor Ort
einiges davon ausräumen.
Genauso
die von mir organisierten Gespräche mit dem Staatssekretär des
Sozialministeriums, Dr. Friedersdorff, während der Erarbeitung
des Gesetzes. Heute wird das Vorschuljahr in den Kita´s des
Kreises gut angenommen, die im Jugendhilfeausschuss
erarbeiteten Kriterien zur Festlegung der Gebühren haben sich
bewährt, die Belastungen der Eltern halten sich – im Vergleich
mit anderen Kreisen – in Grenzen.
Tradition hat nunmehr auch schon meine Unterstützung für den
deutsch-tunesischen Jugendaustausch der Arbeiterwohlfahrt.
Ein
wichtiger Schwerpunkt der Arbeit der Landtagsfraktion war die
schrittweise Verbesserung des Bildungssystems.
Chancengleichheit durch Überwindung des antiquierten
gegliederten Schulsystems, Abitur wieder nach 12 Jahren und
längeres gemeinsames Lernen sind dabei wichtige Stichworte.
Diese Ziele umsetzen zu helfen, war auch Grund für mein
Engagement im Förderverein der Reuterstädter Gesamtschule.
Bei der
jüngsten Novelle des Schulgesetzes habe ich aber auch immer
darauf gedrungen, dass das Musikgymnasium in Demmin auf Grund
seiner Spezifik und Qualität besondere Regelungen erfährt.
Durch vielfältige Initiativen habe ich versucht, die Gemeinde
Tutow beim Erhalt ihres Schulstandortes zu unterstützen.
Auch die
Unterstützung von Klassenfahrten, z. B. in Gedenkstätten
ehemaliger Konzentrationslager oder zum Landtag nach Schwerin
waren Bestandteil meiner Arbeit.
Bei der
Novellierung des Kommunalabgabengesetzes ging es in enger
Zusammenarbeit mit der Kreistagsfraktion um die Abschaffung
der Jagdsteuer. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des
Kreisverbandes der Gartenfreunde ging es beim gleichen Gesetz
um die Verhinderung der Zweitwohnsteuer für
Gartengrundstücke.
Seit
einiger Zeit bin ich Mitglied im Förderverein der „Welle
Kummerower See“.
Gemeinsam mit den Mitstreitern des Bürgerradios ist es mir
gelungen, für das Radio eine eigene UKW-Frequenz zu erkämpfen,
damit das Radio endlich nicht mehr nur über Computer zu
empfangen ist.
Die
Hilfe für die Menschen, die versuchen müssen, von Hartz IV zu
leben, hat in den letzten Monaten viel Zeit in Anspruch
genommen. Dabei die Arbeit z. B des Kompetenzzentrums in Loitz,
des Arbeitslosenverbandes oder der Arbeitsloseninitiative zu
unterstützen, war wichtiges Anliegen meiner Wahlkreisarbeit.
Mit Hilfe des Arbeitsministeriums konnte für einige Betroffene
zeitweilig Abhilfe geschaffen werden, für sie waren die
Arbeitsmarktprojekte wichtig und nicht wie von der CDU immer
wieder behauptet „Holters Spielwiesen“.
Überhaupt war der direkte Zugang zur Landesregierung, speziell
zu den Ministern, die von der Linkspartei.PDS gestellt werden,
wichtig. Erinnert sei an die gemeinsamen Debatten mit dem
Umweltminister zur Ausweisung von FFH-Gebieten, in deren
Resultat viele regionale Besonderheiten berücksichtigt werden
konnten.
Ebenso
interessant und hilfreich die Gespräche des
Umweltstaatssekretärs mit Vertretern des Demminer
Bauernverbandes zur Umsetzung des Moorschutzprogramms. Nicht
zu unterschätzen auch die ständige Unterstützung des
Sozialministeriums beim Erweiterungsbau des Malchiner
Krankenhauses. Wichtig waren auch die Fördermittel beim Bau
der modernen Sporthallen in Dargun und Stavenhagen. Auch wenn
der Stadt Malchin nicht gelungen ist, den Status als
Mittelzentrum erhalten, sind die für 2006 und 2007 zusätzlich
bereit gestellten jeweils rund 500 000 Euro eine wichtige
Unterstützung. Auch die zahlreichen Aktivitäten zum Erhalt der
Peene als Bundeswasserstraße sind für die Region nicht
unbedeutend.
Zahlreichen Vereinen und Verbänden konnte ich in den
vergangenen Jahren mit
Spenden helfen. Die
„Jungen Europäer“ gehören dazu, die Volkssolidarität,
Arbeitslosenverband und Arbeitsloseninitiative, die
Tischtennisspieler des Stavenhagener Sportvereins von 1863
oder die Kegler von Blau-Weiß Stavenhagen, das Biker-Treffen
in Malchin, die Sportjugend des Kreissportbundes, die
„Demminer Ganzdirns“...
Nicht zu
vergessen die vielen „kleinen Dinge“ des Alltags, die sich in
den regelmäßigen Sprechstunden ergeben, seien es Nachfragen,
die sich bei der Unterstützung einer deutsch-vietnamesischen
Eheschließung ergeben oder Hilfen bei Existenzgründungen.
Neben
den wichtigen Entscheidungen, die in Schwerin zu treffen sind,
sind vor allem die Unterstützungen, die man vor Ort geben
kann, wichtig. Sie sind auch Ansporn weiter zu machen.
Denn
einiges – hier unvollständig dargestellt – ist erreicht.
Vielmehr
aber bleibt noch zu tun!
Für die
Region, für die Menschen, die hier leben, direkt in den
Landtag ist deshalb mein Ziel. Dafür brauche ich Eure
Unterstützung!
Euer
Peter Ritter |