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Anlässlich des 8. Erwerbslosenparlaments am 28. Oktober 2005
in Schwerin erklärt der Landesvorsitzende der Linkspartei. PDS
M-V, Peter Ritter:
Missbrauchsdebatte um Alg II vergiftet die Gesellschaft und
soll von eigenen Fehlern ablenken
„Hartz
IV muss weg, denn es schafft keine Arbeitsplätze und macht
alle Betroffenen arm, die Arbeitslosen, die Kommunen – vor
allem die im Osten -, den Bund und die Länder ebenso.
1-Euro-Jobs sind höchstens ein Trostpflaster in der
Ausweglosigkeit und schönen lediglich die Statistik.“, so der
Landesvorsitzende der Linkspartei. PDS, Peter Ritter.
Das Land
braucht sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze – keine
Ausweichlösungen.
„Deshalb
erwarte ich von den Politikerinnen und Politikern der SPD aus
Mecklenburg-Vorpommern, die an den Verhandlungen über die neue
Bundesregierung in Berlin mit am Tisch sitzen, dass sozial
gerechte Vorschläge und Konzepte eingebracht werden und
Haushaltskonsolidierung nicht auf dem Rücken von
ALG-II-Empfängern gestaltet wird.“, so Ritter weiter.
Die
gegenwärtig geführte Missbrauchsdebatte und Diskriminierung
von Arbeitslosen ist völlig kontraproduktiv, vergiftet die
Gesellschaft, bereitet den Nährboden für die rechtsextremen
Kräfte in Bund und Land.
„Die
Linke“ im Bundestag hat ein 100-Tage-Programm vorgelegt, das
an erster Stelle Initiativen zur Abschaffung von Hartz IV und
die Schaffung einer sozialen Grundsicherung vorsieht.
„Die
Linkspartei.PDS in Bund und Land steht auch weiterhin
entschieden an der Seite der Arbeitslosen und fordert diese
auf, sich gegen den weiteren Sozialkahlschlag noch
entschiedener zur Wehr zu setzen.“, so Peter Ritter
abschließend.
Schwerin, 28. Oktober 2005 |