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Konversion schafft Werte - auch in Mecklenburg-Vorpommern
"Konversion schafft Werte" - unter diesem Motto wurde gestern in
Brandenburg an der Havel der "8. Konversionssommer" des Landes
Brandenburg eröffnet. Träger dieses wichtigen
Erfahrungsaustausches von Konversionskommunen ist das "Forum für
Konversion und Stadtentwicklung - FOKUS". Das Forum wurde 1997
gegründet, ihm gehören inzwischen 17 brandenburgische Kommunen
mit besonders umfangreichen Konversionsliegenschaften an.
"Es wurde deutlich, wie wichtig der Erfahrungsaustausch zwischen
den von Konversion betroffenen Kommunen ist", erklärte der
innenpolitische Sprecher der PDS-Landtagsfraktion, Peter Ritter,
der an der Beratung teilnahm. Dabei gehe es nicht um das Motto
"Geteiltes Leid ist halbes Leid", sondern darum, gemeinsam nach
Strategien bei der Bewältigung der Konversionslasten zu suchen
und Hilfe vom Land und vom Bund einzufordern. "Dies wäre auch
eine sinnvolle Vorgehensweise für die von Konversionsmaßnahmen
betroffenen Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern", betonte Ritter.
Er erneuerte deshalb seinen Appell an die betroffenen Kommunen
im Land und den Städte- und Gemeindetag, die brandenburgischen
Erfahrungen aufzugreifen. Umgekehrt gebe es auch Interesse an
den Erfahrungen aus Mecklenburg-Vorpommern, wie beispielsweise
an der "Gleitenden Konversion", wie sie in Stavenhagen
entwickelt wurde.
Der Schirmherr der Auftaktveranstaltung des
"Konversionssommers", Brandenburgs Wirtschaftsminister
Junghans, hat den Bund aufgefordert, zur Finanzierung der
umfangreichen Konversionsmaßnahmen einen revolvierenden Fonds
einzurichten. Verkaufserlöse von ehemaligen militärischen
Liegenschaften sollten dabei nicht nur an den Bundeshaushalt
abgeführt werden, sondern auch dafür eingesetzt werden, weitere
Konversionsflächen für den Markt fit zu machen. Nach Auffassung
von Ritter ist dies eine sehr unterstützenswerte Vorgehensweise.
"Es wäre deshalb zu begrüßen, wenn der Wirtschaftsminister des
Landes Mecklenburg-Vorpommern Kontakt mit seinem Kollegen in
Brandenburg aufnähme, um diese Strategie gegenüber dem Bund
gemeinsam zu vertreten", betonte Ritter.
Schwerin, 25.05.2005 |
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