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Verfassungsschutzbericht in Teilen
kritisch zu hinterfragen
Der aktuelle Verfassungsschutzbericht
macht nach Auffassung des innenpolitischen Sprechers der
PDS-Landtagsfraktion, Peter Ritter, erneut deutlich, dass der
Kampf gegen Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern eine
zentrale Aufgabe von Politik und Gesellschaft bleiben muss.
"Hier teilen wir die Auffassung der
Verfassungsschützer", sagte Ritter am Dienstag in Schwerin.
"Auch wenn ein Rückgang von rechtsextremistischen Straftaten
verzeichnet wird, dürfen wir die Augen nicht davor verschließen,
dass sich rechtsextremes Gedankengut zunehmend in der Mitte der
Gesellschaft breit macht", so Ritter. Es müsse alles getan
werden, damit Neonazis von den Straßen und Plätzen, aus den
Parlamenten und Köpfen verschwinden.
Allerdings müsse der Bericht an der einen
oder anderen Stelle kritisch hinterfragt werden. "So ist es doch
erstaunlich, wenn unter der Rubrik 'Militanter Linksextremismus'
Protestveranstaltungen angeführt werden, an denen auch
Landespolitiker von SPD und PDS teilgenommen haben, um die
geforderte Zivilcourage zu zeigen und deeskalierend zu wirken",
sagte Ritter.
Auch die Darstellung der Aktivitäten der "Anti-Lager-Tour", die
sich für bessere Lebensbedingungen für Flüchtlinge auch in
Mecklenburg-Vorpommern einsetzte, sei mehr als entbehrlich.
Schwerin, 14. Juni 2005 |
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