|
Zum Ausgang der Landtagswahlen in
Nordrhein-Westfalen erklärt der Landesvorsitzende der PDS
Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter:
Rot-Grün abgewählt - Beginn wirklich
sozialer Politik?
„Die Wahlniederlage in NRW und die daraus
resultierende Forderung der SPD nach Neuwahlen ist ein
deutliches Eingeständnis der Sozialdemokraten. Die SPD gesteht
damit das Scheitern ihres Kurses der Agenda 2010 - über die
Steuer-, Gesundheits- und Rentenreform bis Hartz IV ein.
Der Regierungswechsel in NRW und auch der
zu erwartende Wechsel im Bund werden keinen wirklichen
Politikwechsel nach sich ziehen. Die CDU wird den unsozialen
Kurs von Rot-Grün noch verschärfter fortsetzen.
Auch die PDS nimmt die Herausforderung zu
Neuwahlen an und wird zügig die notwendigen Schritte gehen, um
im Wahlkampf erfolgreich zu bestehen. Dabei wird sie die Agenda
sozial als soziale Alternative zur Agenda 2010 in den Bundestag
zurückbringen.“
Zur möglichen Unionsspitzenkandidatin
Angela Merkel erklärt Peter Ritter: „Grundsätzlich ist zu
begrüßen, dass CDU/CSU eine Frau als Spitzenkandidatin
aufstellen, noch dazu aus dem Osten des Landes. Beide Faktoren
können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Konzepte und
Alternativen zum neoliberalen Kurs der Bundesregierung
Mangelware sind.“
Zu möglichen Konsequenzen für
Mecklenburg-Vorpommern erklärt der PDS-Chef: „Ich sehe zur Zeit
keinen Grund oder keine Notwendigkeit, über einen wie auch immer
geänderten Wahltermin in Mecklenburg-Vorpommern nachzudenken.
Alle Äußerungen dazu liegen derzeit im Bereich der
Spekulationen, an denen ich mich nicht beteiligen möchte.“
Schwerin, 23. Mai 2005 |