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Gerhard
Kresin (FDP), Kreistagspräsident, und Jürgen Seidel (CDU),
Landrat des Landkreises Müritz, lassen den Vorsitzenden des
Bundes der Antifaschisten, Prof. Dr. Heinrich Fink, zum
Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus wegen angeblicher
MfS-Tätigkeit nicht sprechen. Dazu erklärt der
PDS-Landesvorsitzende Peter Ritter:
Müritz-Kreis
sucht den besseren Antifaschisten – Hauptgewinn: Rederecht
Alle
Welt wehrt sich gegen den zunehmenden Rechtsextremismus und das
Wiederaufkeimen des Nationalsozialismus. Ganz Europa wehrt sich
dagegen, ganz Deutschland, ganz Mecklenburg-Vorpommern. Wirklich
ganz Mecklenburg-Vorpommern?
Im
Landkreis Müritz, bei Kresin und Seidel, ticken die Uhren
anders. In diesem Landkreis wird nicht um die Sache gestritten,
sondern darüber, wer der bessere Antifaschist ist.
Beide
berufen sich auf einen Bericht des
Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung
des Bundestages, in dem an keiner Stelle bewiesen werden konnte,
dass ein "IM Heiner" und Prof. Dr. Heinrich Fink
identisch sind. Gab es doch weder eine schriftliche Einverständniserklärung
noch ein anderes von Heinrich Fink persönlich angefertigtes
Schriftstück, das die Identität Heinrich Finks mit dem
"IM Heiner" eindeutig nachwies.
Es
gibt also einen
Landkreis, in dem der Bundesvorsitzende der Vereinigung
der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten am Gedenktag
an die Opfer des Nationalsozialismus nicht zu Wort kommen darf.
Sollte
also dieser „bessere“ Antifaschist gefunden werden, winkt
ihm der Hauptpreis, gestiftet von Kresin und Seidel: Rederecht!
Schwerin,
08. Februar 2005 |