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PDS-Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern - Gremienberatung 15.Januar 2005,
Neubrandenburg
Für ein
tolerantes, sozial gerechtes Mecklenburg-Vorpommern - gegen
Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus
Strategien gegen den
Rechtsextremismus sind für die PDS Mecklenburg-Vorpommern nicht
nur und nicht hauptsächlich repressive Maßnahmen und Verbote, so
notwendig und gerechtfertigt sie im konkreten Fall auch sein
mögen. Es geht um eine gesellschaftliche Atmosphäre der Ächtung
von Nationalsozialismus, Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und
menschenverachtender Gewaltbereitschaft.
Dabei geht es nicht nur um
ANTI, sondern vor allem auch um das PRO: Soziale Gerechtigkeit
und Solidarität, Lebensbejahung und Zukunftsgewissheit, weitere
Demokratisierung des Landes.
Der am 8.Mai bevorstehende
60.Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und
Beendigung des Zweiten Weltkrieges ist für die PDS
Mecklenburg-Vorpommern Anlass, verstärkt um ein
gesamtgesellschaftliches Klima zu ringen, das rassistischem,
intolerantem und antidemokratischem Handeln wirksam entgegen
wirkt.
In einer Zeit, in der
rechtsextremes Gedankengut vermehrt auf fruchtbaren Boden fällt,
ist die Auseinandersetzung mit dem unmenschlichsten Kapitel
deutscher Geschichte notwendiger denn je.
Alle Gliederungen der PDS
Mecklenburg-Vorpommern sind daher aufgefordert, den
bevorstehenden 60.Jahrestag der Befreiung vom
Nationalsozialismus und Beendigung des Zweiten Weltkrieges in
angemessener Weise vorzubereiten und zu würdigen, sowie überall
im Land für zivilgesellschaftliche Strukturen zu streiten, die
Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten keinen öffentlichen
Raum lässt.
Im Einzelnen wird
vorgeschlagen bzw. bekräftigt:
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Alle
Gliederungen und Vorstände der PDS M-V befassen sich eingehend
mit der Problematik des Rechtsextremismus, analysieren die
Situation vor Ort, initiieren darüber eine öffentliche Debatte
und unterstützen die Arbeit von regionalen Bündnissen, mobilen
Aufklärungs- und Opferberatungsstellen, die u.a. im Rahmen des
„civitas-Projektes“ tätig sind.
-
Die
PDS-Fraktionen in den Kommunalvertretungen werden aufgerufen,
auf der Grundlage der Beschlussfassung des Landtages
Mecklenburg-Vorpommern vom November 2004 zur langfristigen
Vorbereitung des 60.Jahrestages der Befreiung vom
Nationalsozialismus und Beendigung des Zweiten Weltkrieges
entsprechende Beschlussfassungen herbei zu führen und durch
lokale Initiativen zu untersetzen. (Denkbar wären von den
Vertretungen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen
initiierte Schülerwettbewerbe , z.B. „Wer waren die
Geschwister Scholl, deren Name eine Straße in unserer Stadt
trägt?“) Ebenso sind die vorhandenen Städtepartnerschaften zu
nutzen, um mit unseren europäischen Nachbarn den 60.Jahrestag
der Befreiung gemeinsam zu begehen und im Zusammenhang mit der
Diskussion um die Europäische Verfassung für ein friedliches
und antifaschistisches Europa zu streiten.
-
Alle
Gliederungen der PDS M-V werden erneut aufgerufen, gemeinsam
mit den Schulen vor Ort Exkursionen in ehemalige
Konzentrationslager und anderen Stätten des Gedenkens an die
Opfer der Nazi-Herrschaft zu organisieren und zu unterstützen.
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Die
Mitglieder der PDS-Landtagsfraktion unterstützen und
propagieren über ihre Wahlkreisbüros den Aufruf der
Landeszentrale für Politische Bildung zum Schülerwettbewerb
„1945 Befreiung-Zusammenbruch-Neuanfang“ (Abgabefrist der
Beiträge 1.März 2005; Preisverleihung 8.Mai 2005)
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Die
PDS-Landtagsfraktion wird gebeten, sich mit Nachdruck für die
qualitative Überarbeitung, Fortschreibung und finanzielle
Untersetzung des Handlungsrahmens „Demokratie und Toleranz
gemeinsam stärken!“ einzusetzen. Ebenso ist in Auswertung der
jüngsten „civitas-Beiratssitzung in Vorbereitung der
Diskussion für den Haushalt 2006/2007 zeitnah eine weitere
Beratung mit den „civitas“-Projektträgern durchzuführen.
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Die
PDS-Ministerin und die PDS-Minister werden gebeten, die
Überarbeitung des Handlungsrahmens „Demokratie und Toleranz
gemeinsam stärken!“ umfassend zu unterstützen. Darüber hinaus
sollten rechtzeitig Initiativen entwickelt werden, um den
60.Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der
Beendigung des Zweiten Weltkrieges durch die Landesregierung
würdigen zu können.
Angesichts bereits zahlreich
in Vorbereitung befindlicher Veranstaltungen sollte auf die
Durchführung eigener Konferenzen o.ä. durch Landesvorstand oder
Landtagsfraktion verzichtet werden. Um eine breite
Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus zu erreichen,
erscheint es sinnvoller, vor Ort mit Unterstützung des
Landesvorstandes, der Landtagsfraktion und der LAG „Migrationspolitik
und Antifaschismus“ zu agieren, sich in Bündnissen zu beteiligen
bzw. Bündnisse gegen Rechtsextremismus zu initiieren.
Wir müssen jetzt vor Ort,
tagtäglich beginnen aktiv zu werden. Lasst uns jetzt beginnen,
alltägliches rassistisches Gedankengut zu erkennen und aus den
Köpfen zu verbannen.
Am Wahlsonntag 2006
erschreckt aufzuwachen ist zu spät!
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Auswahl
einiger bisher bekannter Veranstaltungen zum 60.Jahrestag der
Befreiung:
(kein
Anspruch auf Vollständigkeit, durch laufende Information der KGF
an die Landesgeschäftsstelle zu aktualisieren und im Internet zu
veröffentlichen)
19.03.
öffentliche Landesdelegiertenkonferenz des VVdN-BdA M-V in
Güstrow „Antifaschismus als Gesamtgesellschaftliches Anliegen“
29.04.
Ausstellungseröffnung in Rostock, „Rote Kapelle- Ein Porträt der
Widerstandsgruppe um Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen“ mit
anschließendem Podium „Widerstand im Widersteit“
30.04.-
04.05. Internationale Begegnung der Generationen aus Anlass des
60.Jahrestages der Befreiung des KZ Wöbbelin
07.05.
Gesprächsrunde in Sassnitz „Die Befreiung
Mecklenburg-Vorpommerns und Rügens“
08.05.
Filmmatinee, Rostock, „KLK an PTX.
Die Rote Kapelle” |